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Abschlussjahrgang des Ausnahmezustandes

Gesamtschule Hüllhorst verabschiedet den 10. Jahrgang

Beste Abschlüsse aus Gruppe 1: Lotte Jung, Niclas Bönisch, Antonia Freggi (v.l.)

Beste Abschlüsse aus Gruppe 2: Fabian Menzel, Lorena Bohn, Mia Sachse (v.l.)

Beste Abschlüsse aus Gruppe 3: Joy Kriesel, Maurice Kirchhoff, Angelina Wildförster (v.l.)

Schulleiter Jörg Rümpel übergab allen persönlich das Abschlusszeugnis (hier: Anna-Lena Kolkhorst).

Die Musiklehrer Winfried Nobis (links) und Ralf Weber (rechts) im Duett

Gruppenfoto: © Foto Pescht

„Wahrscheinlich seid ihr fitter für das Leben als alle vorherigen Abschlussjahrgänge“, betonte der neue Schulleiter Jörg Rümpel in seiner feierlichen Ansprache an die Absolventinnen und Absolventen des diesjährigen 10. Jahrgangs der Gesamtschule Hüllhorst und machte somit deutlich, dass ihre Zeugnisse aufgrund der Corona-Pandemie einen besonderen Wert haben. Denn die 170 Schülerinnen und Schüler der Klassen Birke (10a), Erle (10b), Espe (10c), Pappel (10d), Robinie (10e) und Weide (10f) hätten in ihrem letzten Schuljahr viele Herausforderungen gemeistert, widrigen Umständen getrotzt und mit Ungewissheiten leben müssen, was sie zu einem außergewöhnlichen Jahrgang mache. Die Jugendlichen hätten ein starkes Durchhaltevermögen, Flexibilität sowie Optimismus bewiesen und nun verdienterweise einen Schulabschluss in der Tasche, betonte Schulleiter Rümpel.

Insgesamt 103 Schülerinnen und Schüler erlangten die Fachoberschulreife mit dem Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe. 86 von ihnen werden weiterhin auf der Gesamtschule bleiben, indem sie in die Oberstufe übergehen. Außerdem verlassen 36 Absolventen die Schule mit der Fachoberschulreife und 31 mit dem Sekundarabschluss I.

Bürgermeister Michael Kasche gratulierte dem gesamten Abschlussjahrgang persönlich und lobte den Lerneifer und die Zielstrebigkeit der SchülerInnen. Er verglich den Schulabschluss mit einer Flamme des sozialen Mediendienstes Snapchat und unterstrich damit den hohen Wert dieses Zeugnisses. Weiterhin verwies er auf die neuen schulischen und beruflichen Möglichkeiten, die nun nach der Corona-Krise auf die SchülerInnen warteten, und forderte sie dazu auf, nicht immer etwas zu machen, was Anderen gefalle, sondern die eigene individuelle Originalität auszuleben und das zu machen, was einen selbst am meisten erfülle.

Glückwünsche überreichte dem Jahrgang auch der Schulpflegschaftsvorsitzende Andreas Schröder, welcher sich ebenfalls als Abgänger sah, da er sich nach nunmehr zehn Jahren vorbildlicher Arbeit aus der Schulgemeinde zurückzieht und sich stärker anderen Betätigungsfeldern widmen möchte. Den einzelnen KlassenlehrerInnen dankte er für ihr großes Engagement und den Eltern für das in die Schule gesetzte Vertrauen. 

Der stellvertretende Schülersprecher Eren Karayol gratulierte ebenfalls dem Abschlussjahrgang und meinte: „Ihr könnt definitiv stolz auf euch sein, denn ihr habt Corona die Stirn geboten und etwas Großartiges geleistet.“ Für ihren weiteren Lebensweg wünschte er den Abgängern viel Glück und Erfolg.

Die Abteilungsleiterin Angelika Schmale stellte heraus, dass es sich um einen einzigartigen Jahrgang handelt, der es in der Pandemiezeit gelernt habe, Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu organisieren. „Die zukünftigen Arbeitgeber, aber auch Kollegen und Kolleginnen, die euch an dieser oder einer anderen Schule unterrichten werden, können sich freuen“, fügte Frau Schmale abschließend hinzu.

Die Klassenlehrer-Teams indes haben sich für ihre Schützlinge etwas Besonderes einfallen lassen: Mit Musik untermalten und kommentierten Fotostorys ließen sie die sechs gemeinsamen Schuljahre Revue passieren. Das eine oder andere Foto sorgte für so manchen Lacher im Saal.

Sichtlich stolz nahmen die Absolventen zum Abschluss der Veranstaltung die ersehnten Zeugnisse in Empfang. Diese wurden von Schulleiter Jörg Rümpel überreicht, unterstützt von den jeweiligen Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen, die jedem ihrer Eleven eine Rose mit auf den Weg gaben. Da aufgrund der Corona-Schutzverordnung die Abschlussfeiern räumlich, zeitlich und personell sehr reduziert stattfinden mussten – jeweils zwei Klassen wurden im Zweistundentakt verabschiedet – blieb für die KlassenlehrerInnen nur wenig Zeit, um sich anständig von allen SchülerInnen zu verabschieden. Schließlich musste der Schulhof zügig freigemacht werden für die jeweils folgende Gruppe.

Besonders geehrt wurden trotzdem die besten Schülerinnen und Schüler aus je zwei Klassen, was den jeweiligen Abschiedsgruppen entspricht, mit einem Buchpreis. Zu diesen gehörten in diesem Jahr Niclas Bönisch (10), Fabian Menzel (10d) und Angelina Wildförster (10e) mit den besten Sekundarabschlüssen I sowie Antonia Freggi (10b), Lorena Bohn (10c) und Joy Kriesel (10f) mit den besten FOR-Zeugnissen. Die besten FORQ-Abschlüsse erreichten Mia Sachse (10c) mit einem bemerkenswerten Notendurchschnitt von 1,0, dicht gefolgt von Maurice Kirchhoff (10e) und Lotte Jung (10b).

Musikalisch umrahmt wurde der feierliche Nachmittag von den Musiklehrern Winfried Nobis und Ralf Weber mit „Autumn leaves“, einem traditionellen Jazzstück, sowie „Fragile“ von Sting und einem abschließenden irischen Tanz namens „Calliope House“, zu dem die Absolventen leichtfüßig und stolz den Saal verließen.

Bego Barcic